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Petition hier, Anfrage da: Relaunchtes Sputnik wird zum Politikum
MDR Sputnik in Thüringen - das wäre eine gute Sache. Nicht nur, weil auch dem Thüringer Radiomarkt eine alternative Jugendwelle gut zu Gesicht stehen würde. Sondern auch, weil dann in Sachsen die Frage lauter gestellt werden könnte, warum die Ausstrahlung hier bisher verschlafen worden ist.


Während die sächsischen Medien-Verwalter aber scheinbar noch blockieren, ist Thüringen in Sachen Sputnik-Verbreitung schon einmal auf einem guten Weg. Im Gegensatz zu Sachsen ist es hier sogar ein Politiker, der nach einer UKW-Aufschaltung ruft.

Genannt wird er Werner Pidde. Er trägt das Parteibuch der SPD. Der bekennende Medienpolitiker will sich jetzt für einen UKW-Empfang des Hörfunkprogramms MDR Sputnik in seinem Freistaat einsetzen. Bislang gebe es eine UKW-Aufschaltung dieses Programms nur in Sachsen-Anhalt, wird er in der Südthüringer Zeitung zitiert. Dem Blatt zufolge teilte Pidde am Montag außerdem mit, viele Radiohörer fragten sich, warum sie mit ihren Gebühren seit Jahren zum Bestehen von MDR Sputnik beitragen, wenn sie davon nicht profitieren könnten.

Unhaltbar ist nach Ansicht des Sozialdemokraten die Tatsache, dass das Hörfunkprogramm MDR Sputnik in Thüringen nicht über UKW-Frequenzen verbreitet wird. Er wolle nun eine parlamentarische Anfrage an das Medienministerium in Erfurt richten. "Offenbar ist das Engagement der Regierung nicht allzu groß gewesen, sonst könnte der Sender überall im Freistaat empfangen werden", heißt es dazu in einem Beitrag vom Dienstag weiter.

Was Pidde mit seiner Anfrage erreichen kann, steht in den Sternen. Fakt jedoch ist, dass er sich allein damit schon weiter aus dem Fenster lehnt, als seine Parteifreunde im sächsischen Parlament. Die hatten sich sogar bei einer Bitte um Stellungnahme für die Initiative BISS FM als ziemlich zimperlich erwiesen. Sie fordert eine Sputnik-Ausstrahlung auch für den Sachsen-Äther. Ist nach eigenen Angaben mit ihrem Anliegen bei nahezu allen Fraktionen auf wohlwollendes Interesse gestoßen. Allein eine Fraktion soll es gewesen sein, die mit Worten geizte. Es war die der SPD.


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